Andreas Bunte, geboren 1970 in Mettmann, lebt und arbeitet in Berlin. In den vergangenen Jahren zeigten unter anderem die ARGE Kunst Galerie im Museum Bozen (IT) (2012), der Bielefelder Kunstverein (2009) und die Galerie Ben Kaufmann (2006) Einzel­aus­stellungen des Künstlers. Zudem wurden seine Arbeiten in zahl­reichen inter­nationalen Gruppen­ausstellungen in In­s­ti­tu­tionen wie der Kunsthalle Kiel, dem Cornerhaus in Manchester (GB) (beide 2013), der Fotogalleriet in Oslo (NO) (2012), im KIT – Kunst im Tunnel in Düsseldorf oder der Or Gallery in Vancouver (CDN) (beide 2011) gezeigt.

Zum Scannen der QR-Codes und zum Streaming der Filme von Andreas Bunte empfehlen wir folgende Apps: QR Code Scanner (iOS) oder QR Droid (Android). Zum Betrachten der Online-Videos können Sie im Bereich des Sennestadt­pavillons ein kostenloses WLAN von Freifunk Bielefeld nutzen. Weitere technische In­for­ma­tionen und Leih­geräte zu seinem Projekt erhalten Sie im Sennestadt­pavillon (Sennestadt­ring 15a, 33689 Bielefeld).

Andreas Bunte
Formen legitimer Herrschaft

Die fil­mischen Wer­ke von Andreas Bunte be­schäf­ti­gen sich mit so unter­schied­lichen The­men wie Land­schafts­gärten, dem elek­tri­schen Licht, der Züch­tung künst­lich­er Di­a­man­ten, dem deutschen Ter­ro­ris­mus der 1970er Jah­re oder rheinischen Kirchen­bauten der Nach­kriegs­zeit. In seinen In­stal­la­tionen und Filmen geht er der Frage nach, wie das Zu­sam­men­spiel von Ar­chi­tek­tur, Tech­nolo­gie, Ideo­lo­gie und mensch­lich­em Körper un­ter­schied­liche physische und geis­tige Räume pro­duziert.

Für „Vor Ort“ hat Bunte eine Serie von Kurz­filmen pro­du­ziert, die mittels QR-Codes auf ge­stal­te­ten Pla­ka­ten im Sennestädter Stadt­raum über Smart­phones oder Tablet­com­pu­ter an­ge­se­hen werden können. Diese Clips er­zählen keine kon­kre­ten Ge­schich­ten, sondern zeigen die mensch­liche Inter­aktion mit all­täg­lichen Ge­gen­stän­den, die in einem labor­ähn­lich­en Raum für die Auf­zeich­nung durch die Kamera ins­zeniert wurden. Die Be­we­gungen können dabei sowohl von den Gegen­ständen selbst als auch von der Auf­nahme­situation motiviert er­schei­nen. Viele der im Film ge­zeig­ten Ob­jekte finden sich in un­mittel­barer Nähe des Stand­orts des jeweiligen Posters wieder. So wird die Wahr­nehmung der Gegen­stände im Film und im Außen­raum durch zufällige Er­eig­nisse er­wei­tert, die der Künstler nicht voll­ständig kon­trol­lieren kann. Durch die Wechsel­wirkung von realem und medialem Raum ent­steht für den je­weiligen Be­trachter ein filmisches Er­lebnis.