Manon Awst, geboren 1983 in Bangor, Wales (GB), und Benjamin Walther,geboren 1978 in Dresden, leben und arbeiten in Berlin und Wales. Ihre Arbeiten wurden in den vergangenen Jahren in zahlreichen Einzel­aus­stel­lungen gezeigt, unter anderem im Kunstverein Nürnberg und Zeppelin Museum Friederichshafen (2014), bei SALTS in Basel (CH) (2013), in der Hannah Barry Gallery in London (UK) (2012), in der Cass Sculpture Foundation in Goodwood (GB) und im Künstlerhaus Bethanien (beide 2011). Zuletzt nahmen Awst & Walther an inter­nationalen Gruppen­aus­stel­lungen teil, unter anderem beim NARRACJE Public Space Festival in Danzig (PL), bei der 5th Moscow Biennale of Contemporary Art in Moskau (RU), im Autocenter in Berlin (2013), im National Museum of Art in Cardiff (GB), sowie im Nassauischen Kunstverein in Wiesbaden (2011).

Awst & Walther
Ground to Sky

Die Pro­jekte des walisisch-deutschen Künst­ler­paares Awst & Walther sind vom The­a­ter und der Ar­chi­tek­tur gleicher­maßen be­ein­flusst. Ihre raum­grei­fen­den In­stal­la­ti­onen, me­taphern­reichen Ob­jekte und büh­nen­ar­ti­gen Settings un­ter­suchen Fra­gen der mensch­lichen Exis­tenz, set­zen sich mit Ver­hal­tens­normen sowie ge­sell­schaft­lichen Räu­men aus­ein­ander. Dabei ent­steht ihr künst­le­risches Werk oft­mals für einen spe­zi­fi­schen Ort, einen be­stimm­ten Prä­sen­ta­tions­rah­men und zeich­net sich durch eine große Medie­n­viel­falt aus.

Eine schwe­ben­de Buchs­­baum-Hecke mitten in Senne­stadt? „Ground to Sky“ (2014) von Awst & Walther über­rascht sowohl zu­fällige Spazier­gänger als auch su­chen­de Aus­stel­lungs­be­sucher in­mitten des sich schlän­geln­den Fuß­wege­netzes im Bullerbach­tal. Gemäß dem Titel scheint eine manns­hohe Buchs­baum-Hecke dem Boden ent­rissen zu sein und wirkt wie ein Motiv der il­lu­si­o­nist­ischen Malerei. Awst & Walthers In­stal­lation be­zieht sich nicht nur auf die Be­deu­tung der Gar­ten­hecke inner­halb bürger­licher Wohn­sied­lung­en, viel­mehr thema­ti­sieren sie das Wechsel­ver­hältnis von na­tür­lich­er und ge­stal­te­ter Land­schaft sowie die Ord­nungs- und Ei­gen­tums­ver­hält­nis­se im städt­ischen Raum. Zudem wurde ein künst­le­risches Symb­ol der Ver­gäng­lich­keit ge­schaf­fen, das dem Lauf der Jah­res­zeiten ent­sprech­end bis Ende Oktober einem lang­samen Ver­fall unter­liegen wird.