Christian Falsnaes, geboren 1980 in Kopenhagen (DK), lebt und arbeitet in Berlin. In den vergangenen Jahren zeigten unter anderem das DREI in Köln (2013), das 21’er Haus in Wien (AT) (2012), das OSLO10 in Basel (CH), Rohde Contemporary in Kopenhagen (DK) (2011), sowie das Skånes Konstförnening in Malmö (SE) Einzel­ausstellungen des Künstlers. Zudem wurden seine Arbeiten in zahl­reichen Gruppen­ausstellungen in Institutionen wie dem KW Institute of Contemporary Art in Berlin, dem Kunstverein Bonn, Salzburger Kunstverein (AT) (alle 2013) sowie W139 in Amsterdam (NL) (2012) gezeigt.

Christian Falsnaes
Front

Das Ver­hält­nis von Kunst und Pu­bli­kum spielt eine zentrale Rolle im Werk von Christian Falsnaes. Mit den Mitteln der Per­for­mance, Malerei, Musik oder des Tanzes ent­wickelt er thea­tra­lische und ab­surde Situ­a­tion­en, welche die Be­trach­ter­Innen aktiv in einen Werk­pro­zess ein­be­ziehen. Ge­sell­schaft­liche Kon­ven­tionen, Macht­ver­hält­nisse, Ge­schlecht­er­rol­len und das künst­le­rische Po­ten­zial jedes Ein­zel­nen werden zum Ge­gen­stand. Der kol­lek­tive, mensch­liche Körper ist das wichtigste Arbeits­ma­te­ri­al seiner über­rasch­en­den, meist un­an­ge­kün­dig­ten Per­for­mances, die mit Videos do­ku­mentiert werden. Der Künst­ler über­nimmt dabei die Rol­le eines Re­gis­seurs, der mit seinen Hand­lungs­an­wei­sung­en die ästhe­tische Grenze zwischen Bühne und Pu­bli­kum auflöst.

Ein weißer Ku­bus und ein schwarzer Rah­men bilden den Aus­gangs­punkt von Falsnaes’ Pro­jekt für das Kunst­pro­jekt in Senne­stadt. Ge­mein­sam mit einer Gruppe von Senne­städter­Innen wird das Setting ver­ändert und umge­ar­bei­tet. Erst durch die Per­for­mance wird das Werk im Sinne des Künst­lers voll­endet. Es ent­steht ein Ge­mein­schafts­werk, wel­ches als Do­ku­ment am Ort der Ent­ste­hung ver­bleibt, aber auch in den per­sön­lichen Er­zäh­lung­en der Teil­neh­mer­Innen und Zu­schau­er­Innen fort­leben wird.

Video der Performance:
youtu.be/dp-zJPqOgSw