„Vor Ort“ präsentiert bis 19. Oktober 2014 eine Aus­stel­lung im öf­fent­lichen Raum von Senne­stadt. Acht inter­nationale Künst­ler­Innen ent­wick­el­ten Skulp­turen, Instal­la­tion­en und Inter­ven­tion­en eigens für diesen Ort, in denen sie sich thematisch mit dem Stadt­bezirk und ihren Be­wohnern aus­ein­an­der­setzen. Die Pro­jekte ver­bin­den den realen, sozialen und medialen Raum. Sie gehen dabei sowohl auf die be­sondere Ge­schichte als auch auf die ak­tu­el­le Si­tu­ation dieses archi­tek­to­nisch und städte­baulich be­deut­samen Bielefelder Stadt­bezirks ein.

 

Die Sennestadt war ein am­bi­tionier­tes Städte­bau­projekt der 1950er Jahre, das welt­weit Auf­sehen er­regte. Der Plan des Ar­chi­tek­ten Prof. Dr. Hans Bernhard Reichow (1899–1974) basierte auf einer „organischen Stadt­bau­kunst“, die nach einer auf­ge­lock­er­ten, durch­grünten und men­schen­­wür­di­gen Stadt strebte. Im Sinne eines er­wei­ter­ten Wohnens ging es um eine Syn­these von Land­schaft, Ar­chi­tek­tur und Kunst. Reichows Ent­wurf zeigt sich ins­besondere in der Struk­tur des öffent­lichen Raums, den an­ge­leg­ten Ge­mein­schafts­räumen sowie dem teils auto­freien Ver­kehrs­wege­netz rund um das un­bebaute Buller­bach­tal. Die ehe­malige Ge­mein­de Senne II wurde im Jahr 1965 zur Stadt ernannt und bereits 1973 im Rahmen der kom­mu­nalen Neu­glie­de­rung des Raums Bielefeld nach Bielefeld ein­ge­mein­det. Darüber hinaus unter­lag der Stadt­bezirk in den letzten 55 Jahren einem fort­lau­fen­den, städte­bau­lichen Prozess und ges­ell­schaft­lich­en Wandel. Im Rah­men des Stadt­um­bau­pro­jek­tes Sennestadt seit 2008 spielte die Weiter­ent­wick­lung des ur­sprüng­lichen Kon­zepts unter dem Motto „Reichow für das 21. Jahr­hundert“ sowie der öf­fent­lichen Grün- und Frei­räume eine wichtige Rolle.

„Vor Ort“ fragt am Bei­spiel der Sennestadt nach dem ak­tu­el­len Ver­hält­nis von Kunst, Stadt und Öffent­lich­keit. Das Kunst­pro­jekt wird von einem Ver­mittlungs­programm mit Füh­rung­en, Work­shops, Vor­trägen und Dis­kus­sionen be­gleitet. Eine Doku­men­tation von „Vor Ort“ und ab­schlie­ßende Pu­bli­ka­tion wird im Herbst 2014 er­scheinen.

Kurator
Thomas Thiel

 

Die Sennestadt war ein am­bi­tionier­tes Städte­bau­projekt der 1950er Jahre, das welt­weit Auf­sehen er­regte. Der Plan des Ar­chi­tek­ten Prof. Dr. Hans Bernhard Reichow (1899–1974) basierte auf einer „organischen Stadt­bau­kunst“, die nach einer auf­ge­lock­er­ten, durch­grünten und men­schen­­wür­di­gen Stadt strebte. Im Sinne eines er­wei­ter­ten Wohnens ging es um eine Syn­these von Land­schaft, Ar­chi­tek­tur und Kunst. Reichows Ent­wurf zeigt sich ins­besondere in der Struk­tur des öffent­lichen Raums, den an­ge­leg­ten Ge­mein­schafts­räumen sowie dem teils auto­freien Ver­kehrs­wege­netz rund um das un­bebaute Buller­bach­tal. Die ehe­malige Ge­mein­de Senne II wurde im Jahr 1965 zur Stadt ernannt und bereits 1973 im Rahmen der kom­mu­nalen Neu­glie­de­rung des Raums Bielefeld nach Bielefeld ein­ge­mein­det. Darüber hinaus unter­lag der Stadt­bezirk in den letzten 55 Jahren einem fort­lau­fen­den, städte­bau­lichen Prozess und ges­ell­schaft­lich­en Wandel. Im Rah­men des Stadt­um­bau­pro­jek­tes Sennestadt seit 2008 spielte die Weiter­ent­wick­lung des ur­sprüng­lichen Kon­zepts unter dem Motto „Reichow für das 21. Jahr­hundert“ sowie der öf­fent­lichen Grün- und Frei­räume eine wichtige Rolle.

„Vor Ort“ fragt am Bei­spiel der Sennestadt nach dem ak­tu­el­len Ver­hält­nis von Kunst, Stadt und Öffent­lich­keit. Das Kunst­pro­jekt wird von einem Ver­mittlungs­programm mit Füh­rung­en, Work­shops, Vor­trägen und Dis­kus­sionen be­gleitet. Eine Doku­men­tation von „Vor Ort“ und ab­schlie­ßende Pu­bli­ka­tion wird im Herbst 2014 er­scheinen.

Kurator
Thomas Thiel